Santosa |
Mitarbeiter: 15
Ort: Negombo Betreute Personen: 130 Gründungsjahr: 1994 |
„Santosa“ (übersetzt: Glück) wurde 1994 gegründet und ist ein staatlich anerkanntes Hilfswerk. Der Gründer, Wim Van der Beek, holländischer Staatsbürger, ist in Santosa wohnhaft.
Santosa befindet sich im Fischerdorf Negombo, das etwa 25 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo, liegt. Die Dorfbevölkerung verdient ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Fischerei.
Die Fischer zählen zu den ärmsten Einwohnern des Landes und ertränken ihr Elend oft in selbst gebranntem Alkohol. Die von den meisten Fischern benutzten, sehr primitiven Boote ("rafters") sind auf dem offenen Meer äusserst unsicher.
Eine von zehn Frauen ist Witwe, da ihr Mann während des Fischens ums Leben kam. Meistens sind diese Boote gemietet , da sich die Fischer kein eigenes leisten können. 50 Prozent des Ertrags gehen an den Vermieter.
Kinder und Frauen sind ihrem Schicksal selbst überlassen und erhalten keine staatliche Hilfe. Die Armut und das Leid der Familien sind sehr gross. Oft fehlt es an Grundnahrungsmitteln.
Santosa betreibt eine Schule und eine Werkstätte für geistig und/oder körperlich behinderte Jugendliche, in der handwerklich gearbeitet wird. Hauptsächlich stellen die Jugendlichen Papier her, das später zu Karten, Umschlägen und Mappen verarbeitet wird.
Behinderte Kinder werden am Morgen vom Santosa-eigenen Bus abgeholt und in der Tagesschule bis zum Abend durch geschulte Lehrkräfte und Therapeuten betreut und gefördert.
Ferner betreibt Santosa am Nachmittag eine Ergänzungsschule für nicht behinderte Kinder.
Bei bis zu 50 Schülern pro Klasse werden die meisten Fächer in den staatlichen Schulen nur oberflächlich behandelt, sodass kostspieliger, privater Zusatzunterricht notwendig ist. Die Kinder der Fischer brauchen die Hilfe von Santosa - ihre Familien können sich den Extraunterricht nicht leisten.
Santosa bietet nebst der Schulbildung für behinderte und nicht behinderte Kinder folgendes:
- Freitzeitgestaltung/Sport (so wird verhindert, dass sich die Kinder am Strand herumtreiben und sich am Beispiel ihrer Väter - Alkohol - orientieren)
- Monatliche Essenspakete an die ärmsten Familien im näheren Umfeld von Santosa
- Warme Abendmahlzeiten für die ärmsten Kinder der Gegend (60 bis 80 Mahlzeiten pro Tag)
- Unterstützung der ärmsten Familien mit Beiträgen zur Renovation ihrer Hütten/Häuser sowie zum Bau von Latrinen
- Abgabe von Medikamenten
- Abgabe von Fischereimaterial
Familien mit behinderten Kindern schämen sich oft dafür und isolieren sie. Darum organisiert Santosa regelmässig Aktivitäten für nicht behinderte und behinderte Kinder. Diese stossen auf grossen Anklang und werden gern und rege besucht.

